Schaubergwerk Morassina

Allgemein

Das Schaubergwerk Morassina stellt sich vor Das Schaubergwerk „Morassina“ befindet sich im Schwefelloch, einem zum Ort Schmiedefeld gehörenden Flurteil. Der Morassinaort - Schmiedefeld ist seit vielen Jahrhunderten vom Bergbau geprägt. Er liegt mitten in Thüringer Schiefergebirge zwischen den Städten Saalfeld an der Saale und Neuhaus am Rennweg, direkt an der B 281. Seinen Namen verdankt der Ort Schmiedefeld den zahlreichen Eisenerzlagerstätten, die mit Sicherheit schon lange vor der Ersterwähnung am 26. Juni 1414 abgebaut wurden. Schmiedefeld oder ein Feld voller Schmieden verweist auf die Zeit als Goldwäscher flussaufwärts die Schwarza und deren Seitentäler nach Gold absuchten. Dabei fanden sie in unserer Gegend Eisenerz. Das metallhaltige Gestein wurde abgebaut, in Rennfeuern ausgeschmolzen und vor Ort in sog. Bergschmieden zu Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen weiterverarbeitet. Den Berg- und Hüttenleuten folgten Holzfäller und Köhler. Es wurde Glas geschmolzen und Porzellan hergestellt. Fuhrleute und Olitätenhändler schafften die hier hergestellten Produkte mit in die Welt hinaus. Kriegerische Auseinandersetzungen, Seuchen und Hungersnöte führten oft zu Rückschlägen einer gesunden Vorwärtsentwicklung. Doch den „Ur- Schmiedefeldern“ geht der Ruf voraus, dass überall dort wo sie ihre Wurzeln in den Eisernen Boden trieben sie niemals zu verdrängen waren. 1683 kam ein neuer Gewerbezweig hinzu. Ein Gewerke aus vier Beteiligten erhielt unterhalb des Schmiedefelder Angers, ansonsten auch Grusenbach genannt, die Konzession zur Errichtung einer Vitriol- und Schwefelhütte. Schon die soziale Herkunft der Beteiligten gab Aussicht auf eine gute Entwicklung des Unternehmens. Im Verlauf von 177 Jahren schufen die Bergleute ein Hohlraumsystem das sich über drei Sohlen hinweg erstreckt und heute noch auf eine Länge von mehreren tausend Metern befahren werden kann. Das Alaun- und Kieselschiefergestein wurde nach draußen transportiert und auf sog. Laugenbühnen der Verwitterung ausgesetzt. Aus der erhaltenen Lauge gewann man Alaun, Eisen- sowie Kupfervitriol, Farberden und Schwefel. Den größten Aufschwung nahm das Werk, nach dem es das Kauf- und Handelshaus Frege aus Leipzig im Jahre 1760 in Besitz nahm. Die Frege beauftragten Alexander von Humboldt, mit der Zustimmung des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II. die Grube 1792 zu befahren. Im Ergebnis ging man seinen Rat folgend vom Strebabbauverfahren zum Kammerabbauverfahren über. Damit wurde die Unfallrate mit tödlichem Ausgang auf nahezu Null gesenkt. Nachdem die chemische Industrie nach 1850 in der Lage war alaun- vitriol und schwefelhaltige Produkte billiger auf den Markt zu bringen als es die alten Vitriolhütten auf den komplizierten Weg der Auslaugung tun konnten, gingen alle thüringischen und fränkischen Raum produzierenden Betriebe in Konkurs. Als eine der letzten Unternehmen dieser Art stellte im Jahre 1860 das Vitriolwerk „Morassina“ seinen Betrieb ein. Die Bergleute jedoch blieben in den Schmiedefelder Eisenerzgruben ihren Beruf treu. Es war ruhig geworden um im Schwefelloch, bis 1951 Bergleute der Wismut auf der Suche nach Uranblüte und Uranpechblende die vergessenen und verfallenen Hohlräume des ehemaligen Alaunschieferbergwerkes wieder aufwältigten. Damals wurden die Schmiedefelder- erstmals mit der Tatsache konfrontiert das die Natur direkt unter ihren Füßen ein Kleinod von Tropfsteinen- und Sinterbildung geschaffen hat, welches in seiner Farbenpracht und Formenvielfalt weit und breit seinesgleichen sucht und schon damals als ein einmaliges Wunder der Natur eingestuft wurde. Seitdem hat das Bemühen kultur- und heimatverbundener Menschen nie aufgehört, zumindest einen Teil des Hohlraumsystems für die Öffentlichkeit zur Besichtigung frei zu bekommen. Es dauerte fast 40 Jahre bis endlich allen politischen Hindernissen und Konkurrenzdenken zum Trotz mit den Ausbau- und Sicherungsarbeiten begonnen werden konnte. An den Pfingstfeiertagen 1993 konnte das Schaubergwerk „Morassina“ unter großer Anteilnahme der Bevölkerung für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben werden. Dem Besucher präsentiert sich beim Betreten der Grotten eine geheimnisvolle, bizarre Welt, geprägt durch die Vielzahl der Elemente in Zusammenwirken von Mikrobiologie, Chemie, Hydrologie und Physik. Heute versteht sich das Schaubergwerk „Morassina“ als eine Kombination aus Naturschönheit und technischen Denkmal mit Relikten bergbaulicher Tätigkeit von hohen kultur- und montanhistorischen Wert, das deswegen 1996 ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wurde. Zusammen mit seinen „Sankt Barbara“ Heilstollen, in dem Erkrankungen der oberen Atemwege und speziellen Hautkrankheiten gelindert und geheilt werden, und der noch heilen Natur im romantischen und sagenumwobenen Schwefelloch gilt die MORASSINA schon lange als ein Superlativ der Forschung, Bildung, Erholung und Entspannung, das national und international bei Forschern, Wissenschaftlern und Medizinern einen hohen Stellenwert besitzt. MEDIZIN OHNE BEIPACKZETTEL Wenn wir heute vom Schaubergwerk „Morassina“ reden, dann sind die für die Öffentlichkeit freigegebenen Hohlräume gemeint. Der Umfang des Untertagebereiches ist jedoch weitaus größer. Er erstreckt sich schätzungsweise noch über 2Km ins Berginnere hinein. Darüber hinaus werden noch weitere Hohlräume vermutet, deren Erreichbarkeit aber durch unkalkulierbare Risiken und Gefahrenpotentiale bisher auch in Frage gestellt ist. In seiner perspektivischen Entwicklung baut der Ort Schmiedefeld auf Gesundheitstourismus und Fremdenverkehr, denn die bisherigen Studien, Gutachten und Analysen sind untertage und übertage dazu angetan, den Morassinaort Schmiedefeld als Kurort zu deklarieren. Unter anderen auch deshalb sind wir als ehemalige Bergbauregion Schmiedefeld bestrebt, uns als eine tragende Säule im zukünftigen Thüringisch- Fränkische n Geopark einzubringen. April - Oktober 1000 - 1600 Uhr November - März 1100 - 1500 Uhr oder auf Vora

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Kontakt

Schaubergwerk Morassina
Schwefelloch 1
98739 Schmiedefeld

Telefon: work + 49 036701-61577
Telefax: fax + 49 036701-61577

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